Linux statt Windows - geht denn das?

      Linux statt Windows - geht denn das?

      Anlass mich intensiver mit dem Thema Linux zu beschäftigen war so ein hübscher Wurm, der meinen PC mochte.
      Da ich vorher schon mehrfach mit Linux geliebäugelt hatte, hat der Wurm mich überredet es endlich zu wagen.

      Ganz wichtig für alle die sich nicht aufgrund von Beschreibungen zu Änderungen durchringen können.
      Die Linux-Distributionen gibt es auch als Live-CD, das heißt man kann auf einem Win-PC über eine CD oder einen Stick die einzelnen Distributionen erst mal testen und schauen welche für einen selbst infrage kommt.
      Dazu braucht man nur einen CD-Rohling und ein Brennprogramm, oder einen leeren Stick.

      Wenn man fit genug ist, lässt sich der PC auch als dual-boot konfigurieren, er kann dann sowohl mit Win, als auch mit Linux laufen.


      Viele PC-Nutzer sind wirklich nur Bediener, und wenn man von Betriebssystemen spricht, hört es sich für sie an wie böhmische Dörfer.

      Das ist nicht abwertend gemeint, schließlich kann auch nicht jeder Autofahrer seinen Motor auseinander und wieder zusammen bauen.

      Die Geschichte beginnt ...

      Dazu hatte ich für einen Newsletter einen lockeren Überblick erarbeitet und
      stelle ihn hier als pdf zur Verfügung.

      Die Beschreibung ist eine kurze Gegenüberstellung von open source und "Kaufprogrammen".

      Im weiteren Verlauf dieses Threads werde ich die Programme sowie einzelne Distributionen genauer beschreiben und auch jeweils den Download-Link dazu stellen.

      Einige open source Programme kann man z. B. unter Win installieren, so sind die teuren Office-Programme gar nicht notwendig.
      Man kann das ersparte Geld lieber in Arbeitsspeicher anlegen und als Software
      "Apache OpenOffice"
      wählen, oder statt Outlook eben
      Thunderbird.
      LG Gabriela mit Veny, Maleika, Vito, Ricco, Sören, Nele, Hauke, Wiebke

      Linux - Distributionen


      Darf ich vorstellen: Tux ist sein Name.
      Er ist das Maskottchen von Linux.

      Wer sich für Linux entscheidet, der hat damit nur den 1. Schritt getan, denn nun muss man auch noch auswählen in welche Richtung das Betriebssystem gehen soll.

      Linux ist ein wenig wie eine Hobby-Werkstatt, je nach Hobby muss sie anders eingerichtet werden.
      Die Strickliesel braucht keine Werkbank, wer Laubsägearbeiten machen will ganz bestimmt keine Wollstube usw.

      Linux ist ein Sammelbegriff für auf dem Kernel basierende Betriebssysteme.

      Grober Überblick der Derivate
      • Debian
      • Gentoo
      • Arch
      • Slackware
      • Red-Hat
      Die größte Softwareauswahl und leicht bedienbare Oberflächen findet man in den Debian Distributionen.
      Einen Überblick über die einzelnen Distributionen findet man z. B. bei Ich habe mich für Kubuntu entschieden, mit KDE-Desktop.

      Mir war wichtig mehrere Arbeitsflächen zu haben, um gleichzeitig an völlig verschiedenen Dingen arbeiten zu können ohne das der Bildschirm überfüllt ist und man ständig Sachen ein- und ausblenden muss.
      So habe ich auf einer Fläche Internet und Postfach, auf der nächsten Bildbearbeitung, die 3. Fläche ist für Office-Programme und die 4. Fläche für "irgendwas".
      Beinahe ist es so als würde man auf 4 verschiedenen Schreibtischen arbeiten.
      Man hat die Möglichkeit z. B. den Dateimanager auf der Arbeitsfläche Bildbearbeitung zu öffnen und ihn dann per Klick auf allen Flächen zur Verfügung zu stellen, ohne ihn jeweils neu öffnen zu müssen.
      Ganz praktisch, z. B. Bild auf der einen Fläche bearbeiten und speichern, Fläche wechseln (Dateimanager bleibt sichtbar), per drag&drop Bild in den Brief, die Tabellenkalku oder die Mail schieben.

      Die Installation ist einfach über eine Live-CD,
      Wichtig bei allen Installationen - immer die Originalquelle benutzen und keine Fremdanbieter!
      Sonst kann es leicht zu bugs kommen und das System funktioniert nicht einwandfrei.

      Wenn Ihr Kubuntu (der eine andere Distribution) installiert habt,ist die Aufrüstung mit Software denkbar einfach.
      Man findet alles in den Paketquellen und es ist alles "free".
      LG Gabriela mit Veny, Maleika, Vito, Ricco, Sören, Nele, Hauke, Wiebke

      Hallo,

      ich habe mich für SuSe 13.1 entschieden, da das Ubuntu bei mir etwas langsam ist. Momentan fahre ich noch 2 gleisig, läßt sich aber wunderbar über den Bootmamager, der mit dabei ist , steuern. In zwei, drei Monaten ist dann Windows Geschichte, mache diesen ständig was neues, und nun läuft der nächste Support aus Scheiß nicht mehr mit. Bin super zufrieden, da man alles dabei hat, was man zum surfen, schreiben, usw.... braucht. Treiber wurden alle selbst erkannt.... Einfach nur Top :thumbsup:
      Hallo,
      Linux ist sicher eine sehr gute Alternative für viele. Es kommt aber auch darauf an, mit welcher Software man unter Windows arbeitet und welche Alternativen es dazu unter Linux gibt. Ich arbeite z.B. für meine Bildarchivierung und Bearbeitung seit Jahren mit Lightroom und Photoshop. Da wird es unter Linux schon etwas eng. Auch das Thema der Farbkalibrierung für Monitor, Drucker, Scanner usw. ist unter Linux nicht wirklich gut abgedeckt. Die Alternativen wie Gimp machen, wenn man sich z.B. an Photoshop gewöhnt hat, nicht wirklich spaß. Daneben gibt es noch ein paar andere Sachen für die Windows leider mehr Auswahl bietet.
      Einen vernünftigen Virenscanner sollte man auf beiden Systemen verwenden, die freien Virenscanner sind auch nicht immer ein wirklicher Schutz. Die Zeiten, in denen Linux frei von Viren war sind leider vorbei. Bei den vielen smarten Geräten mit Internetanschluss, die immer mehr in unsere Haushalte drängen, ist fast zu 100% eine Linuxsystem konfiguriert. Da der normale Nutzer es aber auch bequem haben möchte, sind diese Systeme nicht immer auf maximale Sicherheit ausgelegt sondern auf Bedienungskomfort. Diese beiden Punkte widersprechen sich leider noch sehr oft. So eine große Masse schlecht gesicherter Systeme ist leider tolles Ziel für viele Hacker. Die werden sich also in Zukunft immer mehr auf Linux stürzen um ihre Bot-Netze zu basteln.
      Ich habe auch schon öfter zwei Systeme betrieben, eins zum online Arbeiten unter Linux und eins unter Windows für bestimmte Anwendungen. Leider kann man heute kaum noch mit einem System konsequent offline arbeiten. Deshalb arbeite ich zur Zeit wieder mit Windows 7 und 8. Beide System laufen bei mir übrigens sehr stabil und virenfrei, letzteres hoffe ich jedenfalls.
      Gruß Jörg